Mit einer neuen Plakatkampagne will der Kreis Borken ab August für mehr Vorsicht im Straßenverkehr werben. Die wirksamsten Motive wurden über einenWettbewerb ermittelt. Eine von zwei Gewinnerinnen ist Juliane Kersting von m4 communications aus dem Gutenberghaus.
Der Wettbewerb richtete sich ausschließlich an angehende Mediengestalter, die das kreiseigene Berufskolleg für Technik in Ahaus besuchen. Aus 40 Entwürfen prämierte eine Jury letztlich zwei Gewinnerinnen: Nadine Scholz und Juliane Kersting.
"Bei Tempo 100 wird das Reh zum Elefanten", ist auf dem Plakat der Gutenberghaus-Auszubildenden zu lesen. Die 22-Jährige, die für die Gutenberghaus-Werbeagentur m4 communications schon zahlreiche kreative Projekte mit vorangetrieben hat, erinnert sich dabei an den Wildunfall eines Bekannten. "Das Auto sah danach aus, als wäre es mit einem Elefanten aneinandergeraten und das ist natürlich bei mir hängengeblieben", verrät Kersting ihren Ansatz. Der Kreis Borken wird ihr Plakat nun an Stellen platzieren, an denen besonders viele Wildunfälle passieren.
"Wir waren erstaunt, wie viele tolle Entwürfe entstanden sind", erklärte der Verkehrsdezernent des Kreises, Dr. Hermann Paßlick, bei der Preisverleihung. Gemeinsam mit dem Leiter des Fachbereichs Verkehr, Ludger Stienen, Anja Meuter von der gleichnamigen Agentur aus Gescher, der Fotografin Lisa Kannenbrock, dem Vorsitzenden der Kreisverkehrswacht, Peter Bohnenkamp, und Werner Sievers von der Kreispolizeibehörde hatte er die Siegermotive ausgewählt.
Meuter betonte in ihrer Laudation, dass beide Motive mit einer guten Kernidee und überzeugender Umsetzung punkten konnten. Jeder Mensch sei täglich mit zig Botschaften konfrontiert, erklärte die Agenturchefin. mediengestalter stellten sich mit ihren Entwürfen so ständig dem Kampf um Aufmerksamkeit. Den beiden Plakaten gelinge es, zu provozieren und ihre Botschaften damit im Gedächtnis der Betrachter zu verankern, so Meuter.